GR-Sitzung am 27.9.2016, ausgewählte Themen: Verkehrsberuhigungsmaßnahmen Hauptstraße / Abknickende Vorfahrt Gautinger Straße / “Freiwillig 30”-Schilder / Parkplatz “Am Karpfenwinkel” / Halteverbot “Obere Seefeldstraße” / Austausch Heizung im Rathaus / Buslinie 947 / Bebauungsplan “Argelsrieder Feld III”

Bericht von Wolfgang Frieß + Helmut Böhm

TOP 11: Provisorische Verkehrsberuhigungsmaßnahme an der Hauptstraße nach Eröffnung der Umgehungsstraße
Endgültigen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Weßling müssen ortsgestalterische Gesichtspunkte berücksichtigen und sich beispielsweise an den Leitlinien des Ideenwettbewerbs orientieren. Das ist in diesem Jahr nicht zu realisieren und wird wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren nur peu à peu vonstatten gehen. Damit aber die Durchfahrt durch Weßling nach Inbetriebnahme der Umfahrung zeitlich länger dauert (mindestens aber nicht kürzer) als die Nutzung der Umgehungsstraße sind im GR Maßnahmen zur sofortigen Umsetzung beschlossen worden.  Der Arbeitskreis “mobil&lebenswert” hat sich um Provisorien gekümmert, die im November sofort eingesetzt werden können und hat diese dem GR  zur Abstimmung vorgelegt.

  1. Ampel am Walchstadter Weg: Verlängerung der Schaltzeit zwischen dem Stop (rot) für die Autofahrer und der Freigabe (grün) für die Fußgänger. Das bedeutet eine Erhöhung der Sicherheit für die Fußgänger und eine längere Wartezeit für die Autofahrer.
  2. Vor dem alten Rathaus und vor dem Hörgerätegeschäft: Verlegung der auf dem Gehsteig befindlichen Längs-Parkplätze auf die Straße. -> Fahrbahnverengung, Verlangsamung des Verkehrs.
  3. Am Schottenhamel Gasserl/Grünsinker Straße: Fußgänger-Querungshilfe in der Mitte der Straße (2 m breit). -> Verengung der Straße, Verlangsamung des Verkehrs.
  4. Vor der Agentur “Kl,ondike”: Fahrbahnverengung um 80 cm. -> Verlangsamung des Verkehrs.
  5. Vor der Raiffeisenbank: Fahrbahnverengung durch Verschwenkungs-Insel mit 1,60 m Breite. -> Verlangsamung des Verkehrs.
  6. Vor der Eisdiele/Seeweg: Fahrbahnverengung um 1,60 m links und rechts der Fußgänger-Ampel. -> Verlangsamung des Verkehrs und Vergrößerung der Aufstellfläche für Fußgänger an der Ampel.
  7. Vor der Kreissparkasse: 2 gegenüber liegende Verschwenkungen. -> Fahrbahnverengung, Verlangsamung des Verkehrs
  8. Am Eingang der inneren Haupstraße (von München oder Gauting kommend): Fahrbahnverschwenkung. -> Verlangsamung des Verkehrs.

Diese 8 Punkte wurden einstimmig beschlossen.
Standpunkt der GRÜNEN: Die Kosten von ca. 23.000,- inkl. Markierungen sind durchaus gerechtfertigt.

TOP 12: Antrag auf “Abknickende Vorfahrt” an der Gautinger Straße
An dieser Kreuzung treffen die Staatsstraße 2068 und die Staatsstraße 2349 aufeinander. Beide Straßen sind als Staatsstraßen Vorfahrtsstraßen. So wäre eine “Abknickende Vorfahrt”  sehr sinnvoll, jedoch würde dann die Ampel im Bereich der Kreuzung entfallen müssen. Als Entscheidungsgrundlage für den GR müssen  die Kosten für eine Vorplanung einschl. Vermessung der Hauptstraße in diesem Bereich noch eingeholt werden.

TOP 13: Schilder “Freiwillig 30” an den Ortseinfahrten
Diese Schilder könnten sehr gut den Willen dokumentieren, der Sicherheit vor der Geschwindigkeit den Vorzug zu geben. Im Hinblick auf Verkehrs-Rowdies wurde das Thema kontrovers diskutiert und der Vorschlag schließlich mit 9:9 Stimmen abgelehnt.
Standpunkt der GRÜNEN: Es ist unglaublich, dass diese effektive Möglichkeit der Verkehrsberuhigung wegen der Kosten von 1.000,- nicht wahrgenommen wird.

TOP 15: Antrag auf Errichtung von Parkplätzen “Am Karpfenwinkel”
Es geht um die schon vorhanden Abstellflächen zwischen Alzheimergassl und der Stelle, wo der Fußweg zum See hinunter geht. Die Entscheidung wurde zurückgestellt, es soll vorher ein Ortstermin stattfinden. Es muss sensibel mit der Landschaft umgegangen werden, es soll keine neuen Parkplätze geben. Beim Ortstermin soll die ganze Parksituation im Karpfenwinkel (also bis zur Ettenhofener Str.) besichtigt werden.

TOP 16: Absolutes Halteverbot am Beginn der Oberen Seefeldstraße
Wegen der v. a. für Fußgänger und Radfahrer oft brenzligen Situation am Beginn der Oberen Seefeldstraße und da auch das bestehende Parkverbot zwischen Gautinger Str. und Fuchsbau nicht respektiert wird, wurde ein absolutes Halteverbot von der Kreuzung Gautinger Str. bis zum Beginn des Fischerwegs beschlossen. Wenn möglich, soll der Zusatz “Rettungsweg” oder “Feuerwehrzufahrt” angebracht werden, da hier eine der beiden Zufahrtmöglichkeiten der Feuerwehr mit Bootsanhänger zum See besteht.

TOP 19: Austausch der Heizung im Rathaus
Der vom Anfang der 80er Jahre stammende Heizkessel im Rathaus, der von Petra Slawisch schon länger als dringend sanierungsbedürftig eingestuft wurde, wird gegen eine moderne Gas-Brennwert-Heizung ausgetauscht. Im Keller soll dann im kommenden Jahr noch eine Sockelheizung (umlaufendes bodennahes Heizrohr in der Außenwand) ergänzt werden, um den Keller trocken zu halten (hier lagern Akten).

TOP 23: Änderung der Betriebszeiten der Buslinie 947 (Gilching-Gewerbegebiete-Weßling)
Ab Dezember soll der Bus ein Fahrtenpaar früher starten, um denjenigen Arbeitnehmern die Fahrt mit dem Bus zu ermöglichen, die bisher wegen des frühen Arbeitsbeginns auf das Auto angewiesen sind. Die Gemeinde kostet dies ca. 1600 Euro pro Jahr.

TOP 25: Bebauungsplan Argelsrieder Feld III
Dieser TOP war vom Bürgermeister an das Ende der Tagesordnung gesetzt worden, um ausufernde Diskussionen zu vermeiden. Die Diskussion schwankte dann zwischen Vertagung des TOP, einer Entscheidung auf einer Sondersitzung oder einer schnellen grundsätzlichen Entscheidung für bzw. gegen das Gewerbegebiet (dieser Vorschlag kam von Andreas Schauer (FW),  der meinte, dass wir die letzten Jahre schon lange genug diskutiert hätten). Ein Antrag von Peter Weiß (FW) zu prüfen, ob man nicht nur die Hälfte der vorgesehenen Fläche entwickeln könne, wurde mit 11:5 abgelehnt.
Die End-Abstimmung ergab ein Verhältnis von 12:4 für die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens “Argelsrieder Feld III”.
Standpunkt der GRÜNEN: Wir hätten die Entscheidung gern auf einen Zeitpunkt verlegt, wenn der Gemeinderat vollständiger besetzt wäre.  Eine neue Flächenversiegelung lehnen wir ab.

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