Bericht von Helmut Böhm
TOP 12: Neubau eines Schulhauses
Im öffentlichen Teil der Februar-Sitzung des Gemeinderates stand nur ein einziger Punkt auf der Tagesordnung: eine Präsentation der seit Jahren bestehenden „Schulhausgruppe“ über die Möglichkeit eines zeitnahen Neubaus der Grundschule am Sportplatz Weßling.
Marianne Bösl hatte den Vortrag übernommen, in dem sie dem neuen Gemeinderat deutlich machte, dass der Neubau der Schule trotz der durch den Bau der Umfahrung äußerst angespannten finanziellen Lage der Gemeinde nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte.
Nachdem vom früheren GR bereits die Einhäusigkeit der Schule (also nur eine Schule für alle Ortsteile) und deren Standort am Sportplatz in Weßling beschlossen worden sei und auch die Regierung bereits das Raumprogramm genehmigt habe, gehe es nun darum, die Planungen zu beginnen. Weitere größere Investitionen in die bestehenden Schulhäuser in Weßling und Oberpfaffenhofen oder auch die eventuell wegen Schülerzuwachs erforderlich werdende baldige Aufstellung von Containern seien verlorene Ausgaben, zumal sie auch von der Regierung nicht mehr gefördert würden. Da sei es wesentlich sinnvoller, das Geld gleich in einen sowieso beabsichtigten Neubau zu stecken. Ein Neubau werde dann auch endlich den heutigen pädagogischen Anforderungen gerecht.
Eine neue Schule nach dem genehmigten Raumprogramm werde in Passivhausbauweise ca. 6,5 Mio. Euro kosten. Der Passivhausstandard würde jährlich zu einer Heizkostenersparnis von ca. 25.000 Euro führen, Geld, mit dem man unter heutigen Bedingungen ungefähr ein Drittel des Neubaus finanzieren könne. Ein knappes weiteres Drittel der benötigten Summe käme über die Zuschüsse des Staates, sodass letztlich „nur“ noch ein Betrag von ca. 2 Mio. Euro finanziert werden müsste, möglicherweise ginge dies über Grundstücksverkäufe.
Wenn man jetzt mit der Planung beginne, die die Schulhausgruppe gerne unterstützend begleite, könne man mit einer Fertigstellung der Schule zum Schuljahresbeginn 2019/20 rechnen. Da die Baukosten derzeit deutlich schneller als die Finanzierungskosten stiegen, würde ein Hinausschieben des Baubeginns die Baukosten deutlich ansteigen lassen, ein zeitnaher Baubeginn sei also langfristig die wirtschaftlichere Lösung für die Gemeinde.
Die Präsentation wurde vom Gemeinderat grundsätzlich positiv aufgenommen, auch wenn viele noch Zweifel haben, ob sich die Gemeinde die Schule jetzt wirklich leisten kann.
Ein Beschluss wurde nicht gefasst.
BM Muther sieht Chancen für eine Finanzierung und verweist auf die kommende Klausurtagung.
Standpunkt der GRÜNEN (hier Petra Slawisch):
Die in dem Vortrag aufgezeigte Möglichkeit einer Passivhaus-Bauweise ist absolut zielführend. Das ist sowohl ein Beitrag für die Umwelt als auch -durch die jährliche Kosteneinsparung- für die Kasse der Gemeinde. So wäre der richtige Weg für die Gemeinde, schon mal mit dem Bebauungsplan zu beginnen.



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