
In der Gemeinderatssitzung am 24. Februar stellte Gemeinderätin Birka Camerer ihren Bericht als Referentin für Kinderbetreuung vor. Dieser umfasst den Zeitraum von Mai 2020 bis Februar 2026 und liegt als Präsentation vor.
Kommunalwahl März 2020: Damals waren die Eltern unzufrieden, weil es nicht genug Plätze für alle Kinder gab. Die Erzieher:innen waren unzufrieden, weil sie sich nicht gesehen und wertgeschätzt fühlten.
Es wurde erstmalig eine Bereichsleitung eingerichtet die im Rathaus saß, aber für die Erzieher:innen, die Eltern und die Kindergärten vollumfänglich verantwortlich war. Das war Frau Hinzpeter-Gläser. Sie richtete regelmäßige Leitungsrunden ein mit den Leitungen der verschiedenen Einrichtungen, die es auch heute noch als Leitungskonferenzen regelmäßig gibt und die wesentlich dazu beitragen, daß das Klima zwischen Betreuungseinrichtung und Rathaus wesentlich entspannter ist.
Dann kam Corona und damit eine sehr schwere Zeit für Kinder, Eltern, Erzieher:innen. Die Gemeinde stellte Tests und Masken zur Verfügung. Ich stand damals, soweit es mein Wissen erlaubte, für Ratschläge und Tests zur Verfügung. Frau Hinzpeter-Gläser gab dann, wohl auch als Folge der Corona-Zeit, ihre Arbeit im Mai 2022 wieder auf.
Ihr Nachfolger war und ist Herr Klinke, der viel Erfahrung aus der Jugendsozialarbeit mitbringt, aber auch zuletzt sieben Jahre lang im Kindergarten gearbeitet hatte.
Es wurde dann ordentlich gebaut und umgebaut: Das Kinderhaus Regenbogen wurde vergrößert, der Hort wurde umgebaut und umgestaltet. Es gibt jetzt dort auch eine Kigagruppe, sodass es in Hochstadt wieder einen Kindergarten gibt, was auch die Hochstadter Eltern freut. Ein zweiter Waldkiga wurde in Weßling/Grünsink eingerichtet. Das freigewordene ehemalige Feuerwehrhaus, vormals Lernhaus, teilen sich nun der Regenbogen und Windelino, eine nicht gemeindliche Großtagespflege. Die Organisation wurde gestrafft, z. B. wurden die Randzeiten der Betreuungseinrichtungen optimiert.
Alles in allem hatten wir bald genug Betreuungsplätze für alle Kinder. Derzeit haben wir sogar Plätze frei.
Ein zentrales Thema war dann die Erhöhung der Kindergartengebühren. Diese waren längere Zeit nicht erhöht worden, obwohl unser Kämmerer bei mehreren Haushaltsplanungen darauf hingewiesen hatte, dass die Ausgaben für die Gemeinde zu hoch waren. Dies ist eine Folge davon, dass die Gemeinde sieben Einrichtungen selbst betreibt. Das bringt zwar einen Wettbewerbsvorteil für die Erzieher:innen, die in Mehrheit lieber bei der Gemeinde arbeiten als bei einem externen Träger, kostet die Gemeinde aber auch mehr.
Die Lohnsteigerungen der Betreuer:innen müssen laut unserer Satzung auf die Gebühren der Eltern umgelegt werden.
Durch die Gebührenerhöhung gab es viel Diskussionsbedarf von Seiten der Eltern. Über längere Zeit und bei zahlreichen Treffen wurde mit den Eltern diskutiert. Am Ende wurde ein Kompromiss gefunden, mit dem alle Seiten leben können. Die Fraktion der Grünen hatte sich für eine Staffelung der Gebühren ausgesprochen. Das wurde leider von der Mehrheit des Gemeinderats abgelehnt.
Die Sicherung der Finanzierung der Betreuungseinrichtungen ist eine kontinuierliche Aufgabe des Gemeinderats, sodass dieses Thema auch den neuen Gemeinderat beschäftigen wird.
Mögliche Auslastung unserer Betreuungseinrichtungen ab September 2025: Es werden 170 Kinder in Krippe und Kindergarten betreut, nachschulisch 161 Kinder, also insgesamt 331 Kinder. Von 51 Erzieher:innen und zwei Praktikant:innen, die somit gemeindliche Mitarbeiter sind. Wir haben derzeit 14 Inklusionskinder.
Anstellungsschlüssel 2024: Krippe 8,6; Kindergärten 9,2; Waldkindergärten 5 bzw. 6,5.
Wie sich die Anzahl der Kinder im Ort entwickelt ist schwierig vorherzusagen. Herr Klinke überprüft jährlich anhand der Einwohnermeldeliste wie viele Kinder in der entsprechenden Altersstufe zu erwarten sind und passt daraufhin die Planung, z. B. hinsichtlich erwartbarer Krippenplätze, an.
Zusammenfassung
Die Gemeinde hat derzeit neun Betreuungseinrichtungen, davon sind sieben gemeindlich, was für die Gemeinde eine Herausforderung darstellt.
Insgesamt ist die Gemeinde heute gut aufgestellt und steht im Vergleich zu 2020 wesentlich besser da. Es gibt genug Plätze für alle Kinder. Wir haben hochqualifizierte Erzieher:innen, die Stimmung zwischen Erzieher:innen und Gemeinde ist gut.
Ich habe alle Prozesse eng begleitet, war fast bei allen Leitungsrunden dabei und auch bei vielen der Gespräche mit den Eltern, als es um die Gebührenerhöhung ging. Mit meinem medizinischen Wissen konnte ich während Corona Tests durchführen und Bescheinigungen ausfüllen. Später war mein Wissen z. B. wegen Allergien gefragt. Als Referentin bin ich die Schnittstelle zwischen Gemeinderat und Bereichsleitung, Erzieher:innen und Eltern.



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