GR-Sitzung am 16.8.2016, ausgewählte Themen: Neue Rahmenbedingungen für den Hort in Hochstadt / Ampelanlage an DLR-Ausfahrt / MVV-Tarifzonen, Antrag auf Änderung

Bericht von Helmut Böhm

TOP 5: Bekanntgabe aus nichtöffentlicher Sitzung:
Vor der Ausfahrt des DLR wird eine Ampelanlage installiert, um die Unfallträchtigkeit dieser Stelle u. a. für die Fahrradfahrer zu minimieren. Für die Fußgänger wird es damit auch deutlich einfacher und sicherer, die Bushaltestelle in Richtung Weßling zu erreichen. Kleiner Nebeneffekt: die Staatsstraße verliert an Attraktivität als Abkürzung für die Weßlinger Umfahrung.

TOP 6: Tarifzonenbereich des MVVs, Änderung der Zuordnung innerhalb Weßlings
Auf eine Anregung der Mobilitätswende Weßling hin beantragt der GR eine Änderung der MVV-Tarifzonenbereiche dahingehend, dass alle ÖPNV-Haltestellen im Gemeindebereich in Zukunft in der gleichen Tarifzone liegen sollen (grüne Zone bzw. Ring 8 für die Zeitkarten). Dadurch soll besonders die Attraktivität des Bus 955 als Zubringer von Oberpfaffenhofen und Hochstadt zur S-Bahn nach Weßling oder Starnberg gesteigert werden, da von diesen Haltestellen aus bisher höhere Fahrpreise bezahlt werden müssen als von Weßling.
Standpunkt der GRÜNEN: Wir danken der Mobilitätswende für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

TOP 7: Rahmenbedingungen für die konzeptionelle Umsetzung der pädagogischen Arbeit im Hort
Über 100 Kinder der Gemeinde besuchen den Hort in Hochstadt. Der GR hat jetzt deutliche Änderungen der Rahmenbedingungen für den Hort beschlossen, um die vom Staat geforderte kontinuierliche pädagogische Arbeit im Hort zu ermöglichen und die Förderfähigkeit dieser Kindertageseinrichtung zu gewährleisten:

  1. Die Kernzeit, in der die angemeldeten Kinder anwesend sein müssen, wird um eine halbe Stunde verlängert: Mo.-Do. 13-16:30 Uhr, Fr. 13-15.30 Uhr. Die rechtlichen Grundlagen setzen eine regelmäßige Anwesenheit der überwiegenden Zahl (>50 %) der Kinder von mindestens 20 Stunden pro Woche voraus!
  2. Die Mindestbuchung wird auf 4 Tage mit mindestens 15-20 Stunden pro Woche festgesetzt.
  3. Die “2. Abholzeit” um 14:30 Uhr einmal pro Woche und Kind wird abgeschafft.

Begründung: Die originäre Aufgabe eines Hortes ist es, den Eltern eine pädagogisch qualifizierte Unterstützung anzubieten. Und zwar für Eltern, die  – aus welchen Gründen auch immer – ihrer Erziehungs-,  Bildungs- oder Betreuungsaufgabe für ihr Kind nicht nachkommen können.
Der Gemeinderat ist sich natürlich sehr wohl bewusst, dass diese Regelung für eine Reihe von Eltern eine Verschlechterung bedeuten kann. Für manche Kinder wird es schwierig sein, nachmittags andere Aktivitäten (Sport, Musik, Kindergeburtstage…) wahrzunehmen. Dennoch kommt die Gemeinde um die obige Regelung nicht herum, wenn entsprechend der gesetzlichen Grundlagen pädagogisch qualifiziert gearbeitet werden soll.
Um die Eltern nicht allzu kurzfristig vor die Entscheidung zu stellen, wie sie mit den veränderten Rahmenbedingungen des Hortes zurecht kommen können, werden diese erst zum 1.1.2017 in Kraft gesetzt.

Die Mittagsbetreuung ist das passende Angebot für Kinder, die “nur” eine Betreuung nach der Schule mit Mittagessen und Hausaufgabenzeit benötigen. Dieser Service wird ab dem kommenden Schuljahr in der ehemaligen Sportgaststätte stattfinden und die Anzahl der Betreuungsplätze wird erheblich erweitert.
Ab dem kommenden Schuljahr bietet die Gemeinde, ebenfalls in den Räumen der Sportgaststätte,  eine Ferienbetreuung an. Geplant sind die jeweils erste Woche der Oster- und Pfingstferien sowie 2 Wochen der Sommerferien. Die Öffnungszeiten werden Mo.-Fr. von 8-15 Uhr sein (Kernzeit 8:30-14 Uhr). Sollten mehr als 5 Kinder für die Ferienbetreuung angemeldet werden, wird die Öffnung wie folgt angeboten: Mo-Do bis 16 Uhr, Fr. bis 15 Uhr.
Standpunkt der GRÜNEN: Wenn die pädagogisch qualifizierte Betreuungsarbeit gesetzlichen Grundlagen entsprechen muss, auch um in den Genuss öffentlicher Zuschüsse zu kommen, dann begrüßen wir die neue Regelung, insbesondere vor dem Hintergrund des Ausbaus der Mittagsbetreuung. Diese kann möglicherweise diejenigen Kinder auffangen, für die die Hortbetreuung nach der Änderung nicht mehr infrage käme.

 

 

 

 

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