Antrag Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen, angenommen mit 17:0 Stimmen

Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die GRÜNEN zur Gemeinderatssitzung am 25. Juni 2013

Der Gemeinderat befürwortet die Verkehrsberuhigung durch eine Geschwindigkeits-Beschränkung auf Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen. Er beauftragt die Gemeindeverwaltung, die nötigen Schritte einzuleiten

Begründung:
Der Gemeinderat hat Beschlüsse zur Energiewende und fahrradfreundlichen Kommune gefasst. Zur Energiewende gehört unverzichtbar die Verkehrswende.
Um die schwächeren Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Radfahrer, Kinder und ältere Menschen zu schützen und ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme am Verkehr zu ermöglichen, ist es wichtig, das Tempo zu reduzieren.
Wenn wir mehr Kurzstrecken mit dem Fahrrad und zu Fuß erledigen kommen wir dem Ziel der Auto-Verkehrs-Vermeidung ein Stück näher. Niedrige Geschwindigkeiten wirken sich positiv auf die Aufenthaltsqualität im Straßenraum aus. Darüber hinaus bringt sie viele andere Vorteile:

    • Deutlich mehr Sicherheit auf unseren Straßen
      Der Anhalteweg ist nur halb so lang. Dadurch sinkt die Unfallwahrscheinlichkeit erheblich. Unfallfolgen sind bei niedrigerer Aufprallgeschwindigkeit deutlich geringer. Das Risiko schwerer und tödlicher Verletzungen ist bei Tempo 30 nur halb so groß wie bei Tempo 50.
    • Mehr Klarheit und Übersichtlichkweit – nicht hier Tempo 30 und nebenan Tempo 50.
    • Respekt und Rücksichtnahme
      Schwächere Verkehrsteilnehmer (Kinder, Alte, Fußgänger und Radfahrer) profitieren in besonders hohem Maße von Tempo 30: Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme können sich besser herausbilden, Verkehrsraum wird Lebensraum, mehr Menschen wagen sich auf´s Fahrrad, Kinder dürfen zu Fuß zur Schule gehen.
    • Eine Reduktion der Lärmbelastung [3 dB(A) entsprechen einer Halbierung der der Verkehrsmenge!] und der Schadstoffbelastung – auch durch häufigen Verzicht auf das Auto innerorts.
    • Die Attraktivität von Schleichwegen und Abkürzungen sinkt
    • Einheitliche Beschränkung
      auf den meisten Gemeindestraßen gilt bereits Tempo 30 (siehe angehängte Karte).  Eine einheitliche Beschränkung sorgt für klare Verhältnisse und ermöglicht eine Reduzierung der Verkehrszeichen. Wegen der wenigen kurzen noch nicht auf Tempo 30 beschränkten Strecken erhöht sich die Fahrtdauer nur minimal.
    • geringere Kosten: geringere Abnforderungen an Fahrbahnbeschaffenheit und Winterdienst
    • auf den Bau von Radwegen kann verzichtet werden

Dieser Antrag wird unterstützt von:

    • Mobilitätswende Weßling
    • SoKo Weßling
    • BN, Ortsgruppe Weßling
    • Förderverein der Grundschule Weßling e.V.
    • Verein für Verkehrsberuhigung Weßling e.V.
    • ADFC Starnberg
    • VCD FFB-STA e.V.

Weßling, den 22.4.2013
Fraktion Bündnis 90/DieGRÜNEN
i.A. Traudl Förster

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